Copolymer

Copolymere sind Polymere, die aus zwei oder mehr verschiedenartigen Monomereinheiten zusammengesetzt sind.[1] Damit bilden sie den Gegensatz zu Homopolymeren.

 

Copolymere können in fünf Klassen unterteilt werden, wie anhand eines binären Copolymers, das aus zwei verschiedenen Comonomeren A und B aufgebaut ist, veranschaulicht werden kann:

 

  1. Statistische Copolymere (engl. statistical copolymer), in denen die Verteilung der beiden Monomeren in der Kette einer statistischen Verteilung folgt. Entspricht das Verhältnis der Monomere in einem Abschnitt dem molaren Verhältnis, spricht man von einer zufälligen Verteilung (engl. random copolymer) (-AABABBBABAABBBABBABAB-).
  2. Gradientcopolymere, die prinzipiell den statistischen Copolymeren ähnlich sind, in denen jedoch der Anteil des einen Monomers im Verlauf der Kette zu- und des anderen abnimmt (-AAAAAABAABBAABABBBAABBBBBB-).
  3. Alternierende Copolymere, in denen sich die beiden Monomere abwechseln (-ABABABABABABABABABAB-). Blockcopolymere und Segmentcopolymere, die aus längeren Sequenzen oder Blöcken jedes Monomers besteht (-AAAAAAAAABBBBBBBBBBBB-). Je nach Anzahl der Blöcke spricht man auch von Diblockcopolymer, Triblockcopolymer usw. Die Zahl der Monomere je Block liegt in der Regel bei maximal zehn Einheiten.
  4. Pfropfcopolymere (engl.: graft copolymers), bei denen Blöcke eines Monomers auf das Gerüst (Rückgrat) eines anderen Monomers aufgepfropft sind. Copolymere, die aus drei verschiedenen Monomeren bestehen, nennt man Terpolymere (-ABCABCABCABCABCABC-).

 

Auch diese Gruppe der Copolymere lässt sich in die oben aufgeführten Klassen unterteilen. Wechselwirkungsparameter in Copolymermischungen werden mit dem Schubert-Plot dargestellt.

 

Quelle: Wikipedia.org